Die Lockerungen der Bundesregierung und die Impfquoten gaben es wieder her – im Oktober 2021 buchten wir relativ kurzfristig eine Ahoi-Tour mit AIDAprima. Geplant war eine Reise von Kiel über Kopenhagen nach Stockholm. Gekommen ist es dann ganz anders. Wie, das erfahrt Ihr hier. Das Einschiffen, die Regelungen unter Corona und den ersten Abend könnt Ihr in diesem Beitrag noch einmal nachlesen. 

Tag 2 beginnt mit einem Seetag

Eigentlich hätten wir am ersten Abend in Kiel ablegen sollen. Ein aufziehendes Sturmtief hätte allerdings am nächsten Morgen ein Anlegen in Kopenhagen unmöglich gemacht. Die Lösung war relativ simpel – wir fahren erst später los und lassen den Sturm vorbei ziehen. Was zunächst wie kein gutes Omen daherkam entpuppte sich aber als Glück. Der Seetag brachte uns im Hellen durch den Großen Belt und bescherte uns Kopenhagen am darauf folgenden Tag bei ruhigem Wetter und nicht bei Sturm und Regen.  

Also legte AIDAprima um 05:15 Uhr in Kiel nahezu unbemerkt ab. Kein Sekt, keine Auslaufmusik und die meisten Passagiere schliefen wohl noch. Wir genossen die Ruhe und das sanfte Ablegen von unserem Balkon und glitten langsam die Kieler Förde entlang. 
Die Fahrt auf der Ostsee ist nicht einsam. Viele Schiffe begleiteten uns, überholten uns oder wurden überholt. Beim Anblick dieser Rostlaube waren wir froh, ein wenig besser untergebracht zu sein.

Frühstück gönnten wir uns im Bella Donna Restaurant. Es ist eigentlich ein Buffet-Restaurant, doch zu Corona Zeiten gab es Service am Platz. Für uns war diese Lösung perfekt und so nutzten wir dieses Restaurant so gut wie immer zum Frühstück. Ein Brot- und Brötchenkorb, Wurst, Käse, Marmelade und Nutella samt Honig gehörte zum Standard. Rührei, Speck, ein süßes Körbchen, Pancakes mit Ahornsirup – es bleib kein Wunsch offen und die zahlreichen Kellner sorgten für schnelle Lieferungen an den Tisch. Das Konzept gefiel uns sehr gut und wir wünschen uns ein Fortbestehen nach Corona. 

Überhaupt war die Verpflegung ausgezeichnet, auch wenn es wegen Corona Einschränkungen gab. Das East-Restaurant war für Passagiere geschlossen. Es war der Crew vorbehalten, damit auch dort die entsprechenden Abstände und Hygienemaßnahmen greifen konnten. Im Fuego gab es ebenfalls kein Buffet, sondern Bedienung. Wie gesagt, das Konzept gefällt uns. Mittags gab es Tapas. Das weiße Kreuz auf blauem Grund zeigt einen benutzten Tisch an. Nach Reinigung wird es umgedreht und man sieht ein grünes Schild mit weißem Haken – man darf wieder Platz nehmen.

So sieht man an allen Plätzen, auch im Theatrium, wo man sitzen kann. Gut gelöst!
Die Buffet-Restaurants waren uns eigentlich fast immer zu voll. Es war die erste Woche Herbstferien in Norddeutschland und viele Familien waren an Bord. Entsprechend wuselig verlief das Buffet. Dort war auch nichts mit Abstand halten. Deshalb gab es am Abend wieder das Bella Donna – statt Buffet mit einer guten Menü-Auswahl und Service am Platz.

Trotz kurzer Reise war das Showprogramm auf AIDAprima wieder sehr gut. Wir ließen den ersten Abend bei Live-Musik der Zweier-Combo DreamOceans und ein bisschen Wer wird Millionär? im Theatrium ausklingen. 
Wir stellten zur Sicherheit den Wecker, denn es gab dank des Corona-Sicherheitskonzepts von AIDA nur geführte Ausflüge. Den wollten wir natürlich nicht verpassen. Kopenhagen und den Rest findet Ihr im zweiten Teil des Reiseberichts.