La Palma – Natur pur!

La Palma ist die nordwestlichste Insel der Kanaren. Im Gegensatz zu den bekannteren Urlaubsinseln Fuerteventura oder Lanzarote ist La Palma keine Badeinsel, sondern vielmehr ein Paradies für Naturliebhaber und Wanderer. Wer zudem noch Katzenliebhaber ist, sollte sich den Beitrag zu unserer Unterkunft einmal ansehen.

Die Insel La Palma

Sie ist die jüngste Insel der Kanaren und ihr vulkanischer Ursprung ist noch an vielen Stellen zu erkennen. Der jüngste Ausbruch liegt erst knapp 50 Jahre zurück – im Jahre 1971 sorgte der Ausbruch des Teneguia für eine Vergrößerung La Palmas um rund 29 Hektar. Leider waren auch zwei Todesopfer zu beklagen, die durch ausgestoßenes CO2 erstickten. Nach wie vor ist vulkanische Aktivität vorhanden. Die letzten Erdbeben wurden 2017 verzeichnet. (Quelle: Wikipedia)
La Palma ist eine grüne Insel. Rund 40 Prozent sind bewaldet, da die Passatwolken des Nordostpassat ausreichend Niederschläge verursachen. Dies führt in der Regel zu sehenswerten Wolkenwasserfällen, da sich die Wolken über den Bergkamm der Cumbre Nueva in rund 1450 Metern Höhe wälzen und sich auf der anderen Seite auflösen.
In der Regel heißt leider nicht immer, denn als wir eine Wanderung zur besagten Stelle unternahmen, hatten wir zwar sensationelles Sommerwetter im Oktober, aber es waren nur wenige Wolken zu sehen. Das passte dann auch zur ansonsten gültigen These, dass die Ostseite der Insel nass und die Westseite trocken ist. Wir hatten unser Hotel auf der Ostseite und es regnete lediglich leicht beim Abflug.
Ansonsten findet man auf La Palma alle Vegetationszonen – von der Küste bis hin zur baumlosen Hochgebirgszone. Die höchste Erhebung ist mit 2426 Metern der Roque de los Muchachos. Dort findet man auch die Sternwarte La Palmas.
Seit 1983 ist La Palma Biosphärenreservat. Dieses wurde 2002 auf die komplette Insel und das umgebende Meer ausgedehnt. Der ursprüngliche Teil des Reservats bildet Los Tilos mit seinem Lorbeerwald im Osten der Insel.

Kunst, Salz und Sterne

La Palma ist vielfältig. Am besten erkundet man die Insel mit einem Leihwagen. Wir hatten uns für ein Fahrzeug von Cicar  entschieden. Neben dem kompletten Service Paket mit Vollkasko ohne Selbstbeteiligung und freier Kilometer gab es noch einen Audioguide auf CD und eine Landkarte der Insel mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten dazu. Die Abwicklung war problemlos und der Preis günstiger als bei Anmietung über unser Hotel.
Eine vom Reiseveranstalter organisierte Rundfahrt im Kleinbus über La Palma brachte uns auf abenteuerlichen Straßen bis auf den Gipfel des Roque de los Muchachos. So konnten wir neben spektakulären Wolken auch das Observatorium aus der Nähe sehen. Allerdings dauerte es einige Zeit, bis man sich an die Höhe gewöhnt hatte.
Ein weiteres Highlight La Palmas war für uns das Restaurant El Jardin de la Sal im Süden der Insel, direkt an den Salinen in Fuencaliente. Im Oktober hatten wir das Glück, allein dort, mit herrlichem Blick auf das Meer, unser Mittagessen zu genießen. Wir waren 2014 dort, doch die Bewertungen auf Tripadvisor sprechen nach wie vor für sich. Die umgebende Vulkanlandschaft trägt ebenfalls zu dem ganz besonderen Ambiente bei. Apropos Restaurant: In der Hauptstadt Santa Cruz de La Palma solltet Ihr unbedingt La Placeta besuchen. Ohnehin lohnt sich der Spaziergang dort schon allein wegen der wunderbar bepflanzten Balkone. Aber das Essen ist auch sehr empfehlenswert.
Neben gutem Essen gibt es aber auch Plätze, die man ohne Reiseführer wahrscheinlich nie gefunden hätte. Ein solcher Platz ist der Plaza de la Glorieta in Las Manchas de Abajo. Der Platz ist der Hammer! Es ist fast schon ein bisschen viel Farbe. Aber bis zum Kitsch fehlt dann doch noch etwas. Tatsächlich ist der Platz wunderschön. Wir waren zur Mittagszeit fast alleine dort. Es war sommerlich warm und die in pink und rot blühenden Pflanzen strahlten mit den bunten Mosaiken um die die Wette.

Noch ein Tipp zur Anreise

Es gibt von Deutschland Direktflüge nach La Palma. Wir hatten uns allerdings für einen Flug mit Iberia Express und Zwischenstopp in Madrid entschieden. Das Umsteigen in Madrid ist völlig problemlos und findet in der Regel im selben Terminal statt. Auf dem Rückflug mussten wir vom Flieger ins Gate und direkt gegenüber nach kurzem Aufenthalt wieder in den Flieger nach Düsseldorf. Einfacher geht es nicht. Der Clou an der Sache: Unsere Reise zu drei Erwachsenen war rund 800,- Euro billiger, als die mit Direktflug. Vergleichen lohnte sich zumindest 2014.

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