Helgoland – Anreise zur deutschen Hochseeinsel

Helgoland kennen viele nur als Insel für zollfreien Einkauf von Tabakwaren und Spirituosen. Täglich wird die Insel von Massen an Tagestouristen überlaufen. Aber Helgoland ist noch viel mehr.

Urlaub auf Helgoland

Helgoland ist viel mehr als nur ein Einkaufsfelsen in der Nordsee. Helgoland ist Entspannung, ist Naturparadies, Forschungsstation, Hochseeinsel. Wir waren schon oft auf Helgoland. Ein großer Teil meiner Whiskysammlung kommt hierher. Hier kam auch mein allererster Whisky überhaupt her. Aber das nur am Rande. Nach einigen Tagesbesuchen mit einem immer viel zu kurzen Aufenthalt entschlossen wir uns zunächst, eine Nacht testweise auf der Insel zu verbringen. Im Folgejahr waren es dann schon vier Nächte und es war wieder zu kurz. Aber wir kommen mit Sicherheit wieder. Weiter Infos zur Insel findet Ihr in einem weiteren Beitrag.

Die Anreise

Die Anreise schreckt viele schon ab. Die Geschichten über rauhe See und das befürchtete Ausbooten mit den Helgoländer Börtebooten löst bei Vielen schon Angst und Schrecken aus. Doch die Angst ist weitestgehend unbegründet. Wir hatten in den letzten Jahren kaum wirklich starken Seegang. Teilweise war es fast schon so ruhig, wie eine Tour auf dem Rhein. Zudem gibt es mittlerweile Anreisen, bei denen (leider) kein Ausbooten mehr erfolgt, da die Schiffe direkt im Hafen anlegen.

Mit dem Seebäderschiff oder der Schnellfähre

Mit der neuen MS Helgoland der Reederei Cassen Eils legt man nicht nur im Hafen an, sondern man reist mit umweltschonendem Flüssiggasantrieb. Ab Cuxhaven dauert die Überfahrt rund zwei bis zweieinviertel Stunden. Der Urlaub beginnt also schon mit einer wunderbaren Seereise.
Ebenfalls ohne Ausbooten funktioniert die Anreise mit dem Katamaran Halunder Jet der FRS Helgoline. Die Schnellfähre startet in Hamburg und fährt mit Zwischenstopp in Cuxhaven in nur einer Stunde und 15 Minuten von Cuxhaven nach Helgoland. Da er allerdings deutlich später als die MS Helgoland abfährt, hat man auf der Insel selbst keinen Zeitvorteil.
Das Erlebnis Helgoland wird aber nur durch das Ausbooten mit den Börtebooten komplett. Ohne Ausbooten fehlt etwas. Ein weiterer Vorteil des Ausbootens: Man landet direkt im Zentrum von Helgoland und muss nicht noch den langen Fußweg vom Hafen zum Zentrum auf sich nehmen. Ausgebootet wird man beispielsweise bei Fahrten von Bremerhaven mit dem klassischen Seebäderschiff Fair Lady oder der Funny Girl von Büsum.
Auch die Reederei Adler-Schiffe bietet Fahrten nach Helgoland an. Wir waren vor vielen Jahren von Hörnum auf Sylt angereist. Die Strecke wurde zwischendurch eingestellt und ist jetzt seit einiger Zeit wieder in den Fahrplan aufgenommen worden. Die Überfahrt erfolgt mit dem Katamaran Adler-Cat.

Mit dem Flugzeug

Wer das nötige Kleingeld übrig hat und statt Seegang lieber Luftlöcher spüren möchte, kann auch mit dem Flugzeug anreisen. Mehrmals täglich landen kleine Maschinen der OFD auf der Nachbarinsel Düne.

Unser Tipp:

Wir bevorzugen die klassische Seereise auf einem Schiff. Unsere Tour mit dem alten Halunder Jet hatte uns nicht so gut gefallen, da das Feeling einer Seereise fehlt. Man sitzt vielmehr wie in einem Intercity, allerdings mit tierischen Bodenwellen oder Drempel, wie man in den Niederlanden sagt. Unsere letzten Fahrten erfolgten mit der MS Helgoland ab Cuxhaven. Wichtig: Unbedingt rechtzeitig reservieren!

 

 

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